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Craftbier-Gläser: Nach dem IPA kommt jetzt das Stout Bierglas von Spiegelau

Craftbier-Gläser: Nach dem IPA kommt jetzt das Stout Bierglas von Spiegelau

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Im Ambiente der „Ambiente 2014“ in Frankfurt (sorry, den konnte ich nicht auslassen) betrat ein neues Glas aus der „Beer Classis“ Serie von Spiegelau die Bühne. Mit dem „Stout-Glas“ stellt Spiegelau nach dem „IPA-Glas“ wieder ein eigenes entwickeltes Glas für einen speziellen Bierstil vor. Auch bei diesem Glas ist es das erklärte Ziel mit dem Glas die Eigenheiten eines Bierstiles – wie hier dem Stout – durch das Glas perfekt zu unterstützen und so das Biererlebnis noch zu verbessern.

Natürlich aber auch ist es das grundsätzliche Ziel mit einem derartigen Glas einerseits die Gemeinde der „Bierenthusiasten“ mit speziellem „Werkzeug“ auszustatten, andererseits wird durch solche neuen Glasprodukte ein weiteres Puzzlestück in der öffentlichen Wahrnehmung geschaffen, dass auch zu einem Bier das „richtige Glas“ gehört. Getreu dem Motto: „Auch ein noch so guter Rotwein kommt im Saftglas einfach nicht gut an.“ Und letztlich ist das bei Pils oder Weizenbier ja schon in der breiten Masse auch keine wirkliche Fragestellung mehr.

Das neue Stout-Glas von SpiegelauAuch diesmal sitzen die Ideengeber für die endgültige Formgebung und das Design in den USA. Wie schon bei dem „IPA-Glas“ haben nach Angaben von Spiegelau auch bei dem „Stout-Glas“ die „führenden Stout-Brauereien aus den USA“ ihre Finger mit im Spiel gehabt. Um konkret zu werden waren es diesmal Left Hand Brewing Company aus Colorado und Rogue Ales aus Oregon, die hier mitgewirkt haben. Also aus meiner Sicht wirkliche Experten was diesen Bierstil angeht.

Anstrengend aber natürlich auch spannend darf man sich auch in diesem Fall den Auswahlprozess aus über hundert Mustern vorstellen bei dem sich letztlich der „Prototyp C“ als endgültiger Entwurf herauskristalisiert hat. Das möchte ich auch mal machen bzw. dabei sein, wenn solche führenden Braumeister aus über hundert Glasmuster auswählen. Wenn jedes intensiv getestet wird, dann ist das sicher eine feuchtfröhliche Runde gewesen.

Letzlich ging es aber auch bei diesem Auswahlprozess darum ein Glas zu finden, bei dem das Stout typische Aromaprofil perfekt durch das Glas unterstützt bzw. sogar verstärkt wird. Im Falle des Stouts werden so die Aromen aus geröstetem Malz, Kaffeenoten und dunkle Schokolade deutlich hervorgehoben.

Zumindest die Formgebung des Spiegelau „Stout-Glas“ erinnert in den Grundzügen doch sehr stark an das „IPA-Glas“, lediglich der geriffelte untere Teil ist hier jetzt glatt, was beim Stout mit der ohnehin eher zurückhaltenden Karbonisierung leicht erklärt ist. Insofern liegt der Verdacht nahe, dass man eine grundsätzliche Variante bei den beiden Bierstilen gefunden hat, welche dem Aromaerlebnis guttun.

Gerade wenn man betrachtet, das in der Wahrnehmung der Craftbierszene der Stout Bierstil fast schon zu einer Art „neues IPA“ in Bezug auf die Entwicklung neuer Bierkreationen im Craftbierbereich geworden ist, dann dürfte das Glas seine Liebhaber finden. In Deutschland steht beispielsweise das OARIS Imperial Stout (proBIER.at hat berichtet) unmittelbar vor seiner Vorstellung und hierzulande ist das Kaltenhausener Chocolate Stout jüngstes Kind der Hofbrauer (auch hier haben wir berichtet).

Ich persönlich bin schon sehr gespannt dieses Glas einmal zu testen – wenn es dem „IPA-Glas“ in den Aromaboost Funktionen gleichzieht, dann ist dieses Glas eine echte Bereicherung beim Stouttrinken.

Weiter Informationen auf der Spiegelau Homepage – und hoffentlich bald hier…

Alle Bilder: Spiegelau