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Tote Tante – Dunkle Wiederauferstehung in Fünfhaus

Tote Tante – Dunkle Wiederauferstehung in Fünfhaus

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Ein Milkstout hatte die Wiener Collabs Brewery Mitte März des vergangenen Jahres feierlich zu Grabe getragen. Zusammen mit Narpabier aus Barcelona wurde dieses Bier in Spanien gebraut und mit österreichischem Stroh 80 Rum verfeinert. Ohne zu übertreiben: Das war schon ein Meisterstück, was man da fabriziert hatte. Entsprechend würdevoll wurde es dann auch der Trauergemeinde damals präsentiert. Wer es verpasst hat, bitte HIER nochmal nachlesen.

Und in guter Tradition der Collabs Brewery werden die Biere, die wirklich einen großen Erfolg feiern konnten, auch mal wieder lokal nachgebraut. So nun geschehen mit der Tote Tante, die ihre Wiederauferstehung in Gablitz bei Markus Führers „Gablitzer Privatbrauerei“ feiern durfte.

Was aber aus meiner Wahrnehmung selten passiert ist, dass ein Bier dann nochmal einen derartigen Schub macht. Und das ist bei der Toten Tante passiert. Wäre es nicht grauslich und widerlich, so könnte man glatt von einer Botox Kur sprechen, die dieses Bier erfahren hat.

Tote Tante macht Frischzellenkur

Ich durfte im geheimen und noch bevor andere ihre Finger daran bekommen haben, erste Kostproben im Verlauf des Reifeprozesses genießen. Ich gebe zu, was ich da getrunken habe, das war alles andere als vielversprechend. So ehrlich muss ich sein. Aber auch bei der Tote Tante gilt offenbar: „Totgesagte leben länger!“ und das Ergebnis, das ich jetzt vor mir stehen habe, das hat mich wirklich sprachlos gemacht.

Gerade weil ich das Bier über die vielen Stadien verfolgen konnte, dann aber zuletzt aus den Augen verloren habe, war ich so beeindruckt. Unfassbar!

Aussehen: tiefschwarz, kräftige leicht bräunliche Krone
Aroma: Rum, Nuss, Kaffee, Vanille
Antrunk: Schokolade, Kaffee, Rum, verheimlicht den Alkohol nicht, aber angenehm eingebunden, dezente Süße, Lakritze, Vanille, die Komplexität ist eine wahre Liebeserklärung an diesen Bierstil
Körper: mittlerer Körper, unfassbar feine cremige Kohlensäure,
Nachtrunk: trockener, etwas süßlicher, wärmend, weniger Röstnoten, ich bin restlos begeistert

Ich habe es aus der Flasche getrunken – und ich würde Euch das auch empfehlen, wenn ihr mein Erlebnis teilen wollt. Ich werde in den nächsten Tagen die Fassvrsion auch nochmal probieren und dann hier kund tun, ob die an die Flaschenversion heranreicht.

Prost, Cheers und Ahoi

proBIER-Wertung:..
Alkohol:5,9 Vol%
Stammwürze:keine Angaben °P
Bittereinheiten:keine Angaben IBU
Trinktemperatur:9 – 11 °C
Bierstil:Rum infused Milkstout
Anschrift:Collabs Brewery Ges.m.b.H
Ullmannstraße 31/1-3
1150 Wien
Österreich
+43-664-1508429
[email protected]
www.collabs.beer