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BEVOG – Who cares for beer Festival 2018

BEVOG – Who cares for beer Festival 2018

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Der Circus Maximus des Craftbieres steht jedes Jahr in Bad Radkersburg bei der BEVOG Brewery. So auch in diesem Jahr.

Nach den Wetterkapriolen der letzten Jahre hatte Vasja Golar – Gründer und Eigentümer bei BEVOG – zwei Wochen früher im Gewerbegebiet der südsteirischen Gemeinde das Zelt aufstellen lassen. Aber der Wettergott ist offenbar durch solche Tricks nicht aufs Glatteis zu führen gewesen. Denn nach unendlichen Wochen von Sonnenschein und Hitze in der gesamten Republik, war mit schlafwandlerischer Sicherheit für das Festival Wochenende Regen angesagt.

Ganz so schlimm kam es dann nicht, die Regenschauer hielten sich in Grenzen, aber die Craftbier Fangemeinde zeigte, dass Wetter sie von nichts abhält. Im Gegenteil. Viele Stimmen behaupteten nach dem Fest, dass es das bislang Beste in der Reihe seiner Vorgänger war.

Das liegt sicher an dem sehr eigenwilligen und aufwändigen Konzept.

Die Creme de la Creme der internationalen Brauereiszene wird eingeladen und kommt dann auch mit eigenen Vertretern zum Fest, die den ganzen Abend Bier ausschenken, mit den Kunden fachsimpeln oder einfach nur die tolle Atmosphäre dieses einzigartigen Festes genießen.

Von den Beerlovers aus Wien gab es – wie in jedem Jahr – auch diesmal einen eigenen, gut gefüllten, Shuttlebus. Auch wenn die Fahrt knappe 3 Stunden dauert und die Rückfahrt mitten in der Nacht stattfindet und kurz vor 5 kaum einer daheim im Bett war. Auch hier nimmt man all dies gerne in Kauf.

Diese 23 (sic!) Brauereien waren gekommen, um ihr insgesamt 101 Biere vorzustellen:

  • Garage Beer Co. aus Katalonien
  • Pöhjala Brewery aus Estland
  • ToØl aus Dänemark
  • Stone Brewing aus Deutschland/USA
  • De Molen aus den Niederlanden
  • BlakStoc Craft Cider aus Österreich
  • Harbour Brewing aus Großbritannien
  • Kees aus den Niederlanden
  • Monyo aus Ungarn
  • Eastside Brewing aus Italien
  • Bakunin Brewery aus Russland
  • O´Hara´s Brewery aus Irland
  • FrauGruber aus Deutschland
  • Alefied aus Österreich
  • Oedipus aus den Niederlanden
  • Brewdog aus Schottland
  • Pelicon aus Slowenien
  • Dogma Brewery aus Serbien
  • Wild Beer Co. aus Großbritannien
  • Brasserie de la Senne aus Belgien
  • Muttermilch aus Österreich
  • Barut aus Slowenien
  • BEVOG aus Österreich

Ein Line-up, für das man sich auf manch anderem Großstadtfestival die Finger abschlecken würde, das da in der südlichen Provinz des Landes sich ein Stelldichein gegeben hat. Bei einem „Beer Talk“ wurden dann aktuelle Themen der Bierszene besprochen.

Was aber genau ist das Geheimnis dieses Festes? Ist es die gelöste Stimmung, die vielen guten Biere, die Gäste aus nah und fern? Vermutlich eine Kombination aus allen diesen Punkten. Man muss aber auch der Organisation einen großen Respekt zollen. Immer wieder wurden Dinge verbessert, erweitert, vergrößert.

Nur die Bühne für die Bands war in diesem Jahr kleiner geworden. Und auch das Musikprogramm war, wenn auch recht laut im Zelt, stilistisch deutlich massentauglicher als in den Vorjahren.

Für Kinder gab es heuer eine eigene Spielecke mit Schminken und Spielsachen in einem eigenen Zelt. Auch das kulinarische Angebot wurde mit zwei Foodtrucks und einem Stand mit asiatischen Spezialitäten nochmal deutlich erweitert. Trotzdem – oder gerade deshalb – blieben Schlangen nicht aus. Ein leerer Magen genießt halt nicht gerne.

Auch im Zelt war diesmal für Zirkusatmosphäre gesorgt. Artistische Kunststücke wurden von Jackflash aus Australien angeboten und eine Brassband sorgte bei ihren zwei Auftritten mit einem wilden Querschnitt durch die Musikwelt für mehr als gute Stimmung.

Ich freue mich schon auf 2019, wenn es wieder heißt: „Who cares about the rain if there is such good beer?“.

Prost, Cheers und Ahoi